Wie kann ich herausfinden, ob ich einen Makel in meiner Personalakte habe?


Wer hat Einblick in meine Personalakte?

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, seine Personalakte einzusehen. Werden die Akten in Papierform geführt, ist dies für Personalverantwortliche mit Aufwand verbunden. Bei einer digitalen Personalakte rufen Mitarbeiter ihre Daten dagegen am Computer oder Smartphone auf.

Wie sieht eine Personalakte aus?

Dazu gehören zum Beispiel personalbezogene Unterlagen wie Arbeitszeugnisse, Bewerbungsunterlagen und Arbeitsvertrag, Sozialversicherungs- und Steuerunterlagen, Zeugnisse und Nachweise über Fortbildungen sowie allgemeine Personendaten wie Adresse und Bankverbindung.

Was darf nicht in der Personalakte gespeichert werden?

Folgende Daten sollen dort nicht erfasst sein:

  • Posts aus den sozialen Medien.
  • Unterlagen des Betriebsarztes, die dem Arbeitgeber nicht zugänglich sind.
  • Überblick über Krankentage und Krankheitsgründe.
  • Vermerk über Kandidatur für den Betriebsrat.
  • Notizen über die Leistung des Arbeitnehmers.

Was passiert mit der Personalakte?

Als Grundregel gilt: Ein Arbeitgeber muss Personalakten so lange aufbewahren, wie ein ausgeschiedener Mitarbeiter arbeitsrechtliche Ansprüche geltend machen könnte. Maßgeblich ist hier die in § 195 BGB festgelegte regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren.

Wann darf ich meine Personalakte einsehen?

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, in die über ihn geführten vollständigen Personalakten Einsicht zu nehmen. Das Einsichtsrecht folgt im laufenden Arbeitsverhältnis aus § 83 Abs. 1 Satz 1 BetrVG, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus einer nachwirkenden Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gem. § 241 Abs.

Kann ich eine Kopie meiner Personalakte verlangen?

Personalakte darf kopiert werden
Ein Arbeitnehmer habe das Recht, bei einer Einsicht der Akten Abschriften zu machen oder Kopien zu verlangen. Das hat aber Grenzen: „Anspruch auf Fotokopien einer 200 Seiten starken Akte kann ein Angestellter wohl nur bei einem berechtigten Interesse durchsetzen”.

Welche Arten von Personalakten gibt es?

Inhalte können beispielsweise sein:

  • Personalbezogene Unterlagen und Vertragsunterlagen. Bewerbungsschreiben des Mitarbeiters (Angebot) …
  • Sozialversicherungs- und Steuerunterlagen. …
  • Kopien amtlicher Urkunden. …
  • Nachstehende Angaben, soweit für die Gehaltshöhe oder sonstige arbeitsvertragliche Regelungen (z. …
  • Sonstige Unterlagen.

Was versteht man unter einer Personalakte?

Ebenfalls zulässige Inhalte der Personalakte sind Schriftwechsel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Ergebnisse von Auswahlprüfungen, Angaben zur Sozialversicherung, Personalfragebögen, Leistungsbeurteilungen und (Arbeits-)Zeugnisse, Fortbildungsmaßnahmen, Krankheitsbescheide, Urlaubsanträge, Angaben über Darlehen

Was ist ein Eintrag in die Personalakte?

Sie enthält alle Daten und Unterlagen des Arbeitnehmers, die für das Arbeitsverhältnis relevant sind oder auch für eine Kündigung einmal wichtig werden können. So wird vor allem auch eine an den Arbeitnehmer ergangene Abmahnung als Eintrag in die Personalakte aufgenommen.

Wie lange bleiben Einträge in der Personalakte?

Grundsätzlich gibt es für eine solche Abmahnung keine Verjährung: Das heißt, sie bleibt bestehen und verliert nicht – wie manchmal zu Unrecht angenommen – nach zwei Jahren ihre Gültigkeit. Somit existiert auch kein „Ablauf-oder Verfallsdatum“, nach dem eine Abmahnung entfernt werden müsste.

Ist es gesetzlich verpflichtet eine Personalakte zu führen?

Zunächst einmal sei gesagt, dass keine Pflicht zur Führung einer Personalakte besteht. In aller Regel werden Unternehmen jedoch eine Akte über ihre Mitarbeiter anlegen, da es im beidseitigem Interesse liegt. Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht hat der Arbeitgeber Personalakten sorgfältig aufzubewahren.

Wie lange müssen Personalunterlagen archiviert werden?

Allgemeine Personalunterlagen: Es gibt keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist für allgemeine Personalunterlagen wie Arbeitsvertrag, Arbeitszeugnis, Zusatzvereinbarungen. Sie sind solange aufzubewahren, wie Ansprüche, z. B. die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses, vom ehemaligen Arbeitnehmer geltend gemacht werden können.

Wie lange dürfen Mitarbeiterdaten gespeichert werden?

Gewinnermittlung: Daten in Dokumenten, die zur Gewinnermittlung eines Unternehmens wichtig sind, dürfen bis zu 10 Jahre gespeichert werden. Arbeitszeugnis: Mitarbeiter:innen haben bis zu 30 Jahre Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis mit Daten wie dem Namen, der Art und Dauer der Tätigkeit.

Welche Personalunterlagen müssen im Original aufbewahrt werden?

Manche Dokumente sollten Sie vorsichtshalber auch im Original behalten – zusätzlich zur digitalen Form. Dazu gehören vor allem offizielle Verträge und Urkunden mit Unterschriften, wie Arbeitsverträge und Kündigungsschreiben. Gibt es später einen Rechtsstreit, dienen die Originaldokumente als sogenannte Urkundsbeweise.

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