Sollte ich meinen Arbeitgeber oder meine Arbeitnehmer verklagen?

Wann kann ich meinen Arbeitgeber verklagen?

Ihren Arbeitgeber verklagen können Sie zum einen bei einer ungerechtfertigten Kündigung und zum anderen wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder einem Burnout, die durch Mobbing, Verleumdung oder Diskriminierung verursacht wurden. In diesen Fällen winken Ihnen sogar Schadensersatz oder Schmerzensgeld.

Was darf der Arbeitgeber nicht vom Arbeitnehmer fordern?

Ihr Chef darf nicht von Ihnen fordern, private Dinge zu berichten, die Sie nicht von sich aus erzählen würden. Jeder Mitarbeiter hat ein Recht auf Privatsphäre und die ist außerdem auch durch das deutsche Rechtssystem geschützt.

Wann macht sich der Arbeitgeber strafbar?

Lohnwucher § 291 StGB
Wenn der Arbeitgeber die Arbeitskraft von Arbeitnehmern ausnutzt und zu Konditionen beschäftigt, die deutlich unter anwendbaren Tarifverträgen oder auch unter dem üblicherweise am Markt gezahlten Gehältern liegen, kann sich des Lohnwuchers strafbar machen.

Wer hilft mir bei Problemen mit dem Arbeitgeber?

Wer hilft mir bei Problemen mit dem Arbeitgeber? Bei Problemen mit dem Arbeitgeber hilft der Betriebsrat, wenn das Unternehmen einen hat, die Gewerkschaft, wenn man einer zugehört oder freie Beratungsstellen und -vereine. Wer rechtlich vorgehen möchte, wendet sich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wie Arbeitgeber verklagen?

Die Gründe für eine Klage gegen den Arbeitgeber können vielfältig sein. Arbeitnehmer können etwa bei Mobbing oder bei Lohnverzug Klage einreichen. Unter Umständen haben sie sogar Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld. Eine Klage endet entweder mit einem Vergleich oder einem Urteilsspruch.

Wann Schadensersatz vom Arbeitgeber?

Zumeist ergeben sich Schadensersatzpflichten des Arbeitgebers aus der Verletzung von Nebenpflichten aus dem Arbeitsvertrag, insbesondere seiner Fürsorgepflicht. Typische Fälle sind Missachtungen von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit und mangelnde Unterstützung bei Mobbing oder sexueller Belästigung.

Was darf ich als Arbeitnehmer nicht?

Außerdem ist es untersagt, deinem Boss unlautere Konkurrenz zu machen und deine Arbeitskraft darf durch die zusätzlich angenommene Tätigkeit nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Einen völlig erschöpften Mitarbeiter mit großen Augenringen und eine mangelnden Leistungsfähigkeit kann wirklich niemand gebrauchen.

Welche Rechte haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Recht auf Arbeitszeugnis nach Kündigung. Recht auf Fürsorgepflicht durch Arbeitgeber. Recht auf Kündigungsschutz, sobald Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate dauert. Recht auf Mitbestimmung bei mindestens 5 ständig Beschäftigten durch Betriebsverfassungsgesetz.

Was kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einseitig alles vorschreiben und was nicht?

Ein kaufmännischer Angestellter muss daher keine Putzarbeiten verrichten. Einseitig darf der Arbeitgeber daher ebenso wenig die Arbeitsstunden kürzen oder heraufsetzen, die Arbeitsvergütung kürzen oder den Arbeitnehmer an einen unzumutbaren Arbeitsplatz versetzen.

Wo kann ich mich über meine Firma beschweren?

(1) Die Beschäftigten haben das Recht, sich bei den zuständigen Stellen des Betriebs, des Unternehmens oder der Dienststelle zu beschweren, wenn sie sich im Zusammenhang mit ihrem Beschäftigungsverhältnis vom Arbeitgeber, von Vorgesetzten, anderen Beschäftigten oder Dritten wegen eines in § 1 genannten Grundes

Wie kann man sich gegen den Arbeitgeber wehren?

Sofort an den Arbeitgeber schreiben und eine Frist setzen. So sichert man seine Ansprüche. Wenn er die Frist nicht beachtet, kann man klagen. Vom Gericht bekommt man einen Vollstreckungstitel gegen die Firma.

Was tun wenn der Arbeitgeber keine Arbeit mehr hat?

In jedem Fall müssen Sie Ihren Arbeitgeber über den Grund Ihrer Arbeitsverhinderung unverzüglich informieren, da Sie sonst eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung riskieren.

Kann man gegen einen Chef anzeigen?

Damit der Betriebsrat Ihnen helfen kann, müssen Sie den Konflikt mit Ihrem Chef möglichst genau beschreiben: Geben Sie konkrete Beispiele. Legen Sie Ihr Protokoll vor. Benennen Sie möglichst Zeugen, die vertraulich befragt werden können. Der Betriebsrat wird den Chef nun mit der Beschwerde konfrontieren.

Wie kann ich meinen Arbeitgeber anzeigen?

eine externe Stelle ansprechen: Er kann nun seine Anzeige der zuständigen Arbeitsschutzbehörde (in der Regel das Gewerbeaufsichtsamt oder das Landesamt für Arbeitsschutz) oder dem Technischen Aufsichtsdienst (TAD) der jeweiligen Berufsgenossenschaft melden.

Was kostet eine Klage gegen den Arbeitgeber?

Im Falle einer Kündigungsschutzklage liegen die Gerichtskosten bei 444,00 Euro. Die Anwaltskosten schlagen mit 1.267,50 Euro zu Buche, sollte ein Urteil ergangen sein. Bei einem geschlossenen Vergleich betragen die Kosten für den Anwalt bei einer Kündigungsschutzklage 1.774,50 Euro.

Was kostet eine Klage vor dem Arbeitsgericht?

Bei einem normalen Verfahren mit einem Streitwert von 2.000,-€ werden sich die gesamten Anwaltskosten in der Regel zwischen 400 – 700 Euro bewegen. Das hängt auch davon ab, ob ein Vergleich geschlossen wird, oder nicht. Häufig übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Arbeitsgerichtsprozesses.

Ist das Arbeitsgericht kostenlos?

Abgesehen von den Kosten für den eigenen Rechtsanwalt sind bei einem Klageverfahren vor dem Arbeitsgericht immer auch die Gerichtsgebühren in Rechnung zu stellen. Hier gilt wie vor jedem Gericht: Wer den Prozess verliert, zahlt die Gerichtsgebühren. Wer den Prozess gewinnt, zahlt keine Gerichtsgebühren.

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