Bedeutet „Datum der ordentlichen Kündigung“, dass ich meine Kündigung eingereicht habe, oder bedeutet es, dass ich meine Arbeit beendet habe?


Was für ein Datum zählt bei einer Kündigung?

Massgebend bei der Zustellung einer Kündigung durch den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer ist nicht der Poststempel, sondern der Zeitpunkt des Eintreffens beim Empfänger. Die Kündigung wird erst wirksam, wenn sie die andere Partei erhalten hat.

Was bedeutet ordentliche und fristgerechte Kündigung?

Im Gegensatz zur fristlosen Kündigung werden bei der fristgerechten Kündigung die Kündigungs-termine und die Kündigungsfristen eingehalten. Gilt die gesetzliche Kündigungsfrist, so kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 4 Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden (§ 622 BGB).

Bis wann muss ich meine Kündigung abgeben?

Grundsätzlich gilt die gesetzliche Kündigungsfrist des § 622 BGB. Danach besteht die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis innerhalb von vier Wochen (bzw. 28 Tagen) entweder zum 15. eines Monats oder zum Monatsende zu beenden.

Wie sieht eine ordentliche Kündigung aus?

Eine Kündigung muss immer schriftlich sein (§ 623 BGB). Das bedeutet, Dein Arbeitgeber muss Dir mit einem unterschriebenen Brief kündigen. Eine E-Mail oder eine Whatsapp-Nachricht reicht nicht. Dein Chef kann Dir deshalb auch nicht im Streit mündlich kündigen.

Welches Datum zählt bei Kündigung per Mail?

Zugang der E-Mail oder SMS
Eine Kündigung ist grundsätzlich nur dann rechtskräftig, wenn sie dem Vertragspartner zugegangen ist. Wird eine per Brief geschriebenen Kündigung in den Briefkasten des Empfängers geworfen ist sie zugegangen. Ein Fax ist zugegangen, wenn der ausgedruckte Sendebericht vorliegt.

Was gilt bei Kündigung Poststempel oder Eingang?

Der Eingang bei anwesenden Personen erfolgt mit der Übergabe des Briefes, der Zugang bei abwesenden Personen erfolgt durch den Einwurf. Wann der Brief den Poststempel erhält, ist für den Eingang unerheblich. Entscheidend ist der Zeitpunkt, an dem das Schreiben den Empfänger erreicht.

Was bedeutet ordentlich fristgerecht?

Eine ordentliche Kündigung ist die fristgerechte Auflösung eines unbefristeten Arbeitsvertrages. Das bedeutet, das Arbeitsverhältnis endet nicht sofort, sondern erst nach Ablauf der Kündigungsfrist. Die Frist richtet sich nach gesetzlichen Vorgaben oder ist individuell im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegt.

Was sind ordentliche Kündigungsgründe?

Wer einem Arbeitnehmer ordentlich kündigen will, muss wichtige Gründe vorbringen: personenbedingte Gründe (zum Beispiel Krankheit des Arbeitnehmers), verhaltensbedingte Gründe (etwa Arbeitsverweigerung des Arbeitnehmers) oder betriebsbedingte Gründe.

Was bedeutet fristgerechte Kündigung in der Probezeit?

Sollte sich ein Arbeitnehmer noch in der Probezeit, also in den ersten 6 Monaten, befinden, gelten für beide Seiten gesonderte Kündigungsfristen. Die Frist beträgt hierbei 2 Wochen, der Zeitpunkt kann beliebig gewählt werden.

Ist eine Kündigung per E-Mail rechtsgültig?

Die Textform bedeutet, dass eine Kündigung per EMail möglich ist. Die Kündigung muss zwar schriftlich erfolgen. Eine eigenhändige Unterschrift ist jedoch nicht zwingend notwendig. Unter Textform versteht der Gesetzgeber neben den klassischen Briefen auch EMails ohne Unterschrift.

Ist eine Kündigung auch per E-Mail gültig?

Nein. Ein Brief mit Unterschrift ist nicht mehr nötig, um die meisten Verträge zu beenden. Hierfür genügt in der Regel eine E-Mail. Aber auch per SMS, Fax oder Chatnachricht können Sie Verträge kündigen.

Wann gilt eine Kündigung beim Arbeitgeber als zugestellt?

Eine Kündigung kann erst nach Eingang des Kündigungsschreibens beim Empfänger seine Wirksamkeit entfalten. Denn bei der Kündigung handelt es sich um eine sogenannte einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung des Arbeitgebers. Der Ablauf der Frist beginnt also erst, nachdem der Empfänger das Schreiben erhalten hat.

Wer muss den Zugang der Kündigung beweisen?

8. Zusammenfassung: der Zugang der Kündigung. Arbeitgeber können den (rechtzeitigen) Zugang von Kündigungen nur durch die vom Arbeitnehmer unterschriebene Empfangsbestätigung oder im Falle der Zustellung durch den Gerichtsvollzieher durch die Zustellungsurkunde sicher nachweisen.

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