Arbeitgeber, die meine Mails analysieren


Kann mein Chef meine Mails sehen?

Ein Arbeitergeber oder Chef darf E-Mails aber niemals einsehen, wenn diese als Privat gekennzeichnet sind. Egal ob er die private Benutzung erlaubt hat oder nicht. Erlaubt der Arbeitgeber allerdings die private Nutzung, darf dieser die E-Mails seiner Mitarbeiter niemals einsehen.

Wer kann meine Mails mitlesen?

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber keine privaten Mails auf dem Firmenrechner mitlesen. Dabei kommt es zunächst einmal auf den Inhalt des Arbeitsvertrags an. Verbietet dieser, dass das dienstliche E-Mailsystem auch für private Zwecke genutzt werden kann, darf der Arbeitgeber grundsätzlich alle Mails mitlesen.

Werden E-Mails überwacht?

Strategische Überwachung
Bei der strategischen Überwachung werden pauschal alle internationalen Telekommunikationsbeziehungen, unter anderem EMail, Fax, Telefon und Webforen, automatisch überwacht und mit Hilfe von Suchbegriffen durchforstet.

Kann der Arbeitgeber den Bildschirm überwachen?

Eine permanente und allumfassende PC-Überwachung am Arbeitsplatz auf Grundlage eines Generalverdachts ist nicht zulässig. Nur wenn ein hinreichend konkreter Verdacht auf eine missbräuchliche Nutzung des Arbeitscomputers besteht, darf der Arbeitgeber eine Mitarbeiterüberwachung am PC durchführen.

Was darf der Chef kontrollieren?

Arbeitgeber dürfen nicht uneingeschränkt überwachen
Grundsätzlich gilt: Arbeitgeber dürfen ihre Angestellten zum Zweck der Leistungs- und Verhaltenskontrolle am Arbeitsplatz kontrollieren. Sie können somit prüfen, ob ihre Mitarbeiter die arbeitsvertraglichen Pflichten einhalten.

Bin ich verpflichtet meine Emails zu lesen?

In der Regel sind Angestellte nicht dazu verpflichtet, geschäftliche EMails nach Dienstschluss noch zu lesen. Darauf weist die Arbeitsrechtlerin Nathalie Oberthür aus Köln hin. Selbst von Führungskräften dürfe der Arbeitgeber nicht verlangen, dass sie dienstliche EMails außerhalb der Arbeitszeit abrufen.

Kann die Polizei Mails mitlesen?

Dass die Polizei nach richterlichem Beschluss auf die Mails beim Provider zugreifen kann, war schon bisher klar. Umstritten war aber, wann dies möglich ist. Das Landgericht Hamburg entschied Anfang 2008, dass hier das Fernmeldegeheimnis gilt, auch wenn die Nachrichten dauerhaft auf dem Server des Providers bleiben.

Kann mein Arbeitgeber sehen von wo ich arbeite?

Für die Überwachung im Homeoffice heißt das: Der Arbeitgeber kann und muss die Arbeitszeit der Mitarbeitenden erfassen können. Daher ist eine Auswertung der Login-Daten als zulässig anzusehen.

Ist Kontrolle am Arbeitsplatz erlaubt?

Grundsätzlich haben Sie das Recht, Ihre Mitarbeiter zu kontrollieren. Denn Sie haben ein berechtigtes Interesse daran, zu überprüfen, ob sich Ihr Mitarbeiter an seine arbeitsvertraglichen Pflichten hält.

Wann darf der Arbeitgeber in die Kamera schauen?

Nur wenn der konkrete Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung zu Lasten des Arbeitgebers vorliegen, kann eine verdeckte Videoüberwachung möglich sein.

Wann ist Leistungskontrolle erlaubt?

Nicht erlaubt ist es hingegen, wenn ein Arbeitgeber eine permanente Überwachung zum Zwecke einer Leistungskontrolle durchführt. Erlaubt ist es allerdings, wenn der Arbeitgeber von seinen Angestellten verlangt, dass sie minutiös ein Leistungsprotokoll führen, in dem sie sämtliche verrichteten Tätigkeiten aufführen.

Was darf der Chef was nicht?

Ihr Chef darf nicht von Ihnen fordern, private Dinge zu berichten, die Sie nicht von sich aus erzählen würden. Jeder Mitarbeiter hat ein Recht auf Privatsphäre und die ist außerdem auch durch das deutsche Rechtssystem geschützt.

Wer darf in die Zeiterfassung einsehen?

Grundsätzlich haben Personalverantwortliche und bei digitalen Systemen zwangsläufig natürlich auch Systemadministratoren Zugang zu den erfassten Arbeitszeiten und können diese einsehen. In der Regel gelten für diese Personen aber auch entsprechende Vorschriften wie Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten.

Hat Arbeitnehmer Recht auf Stundennachweis?

Auch das Betriebsverfassungsgesetz regelt in § 83 Abs. 1 die Einsicht in die Personalakte, zu welcher folglich auch die Erfassung der persönlichen Arbeitszeiten gehört. Daher ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer zumindest Einsicht in die Dokumentation seiner Arbeitszeiten zu gewähren.

Wie viele Stunden dürfen auf ein Arbeitszeitkonto?

2 Satz 3 MiLoG, dass die auf dem Arbeitszeitkonto eingestellten Arbeitsstunden monatlich nicht mehr als 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit übersteigen dürfen. Werden darüber hinaus Stunden angesammelt, so müssen diese zwingend am letzten Bankarbeitstag des betroffenen Monats vergütet werden.

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